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26.08.2004 - Sohn von Ex-Premierministerin Thatcher in
Südafrika festgenommen
Kapstadt (Reuters) - Der Sohn der ehemaligen britischen Premierministerin
Margaret Thatcher ist am Mittwoch in Südafrika im Zusammenhang
mit Ermittlungen zu einem geplanten Staatsstreich in Äquatorialguinea
festgenommen worden.
Ein Polizeisprecher sagte, Polizisten hätten den 51-jährigen
Mark Thatcher am Morgen in seinem bei Kapstadt liegenden Anwesen
aufgesucht und wollten ihn noch im Laufe des Tages einem Haftrichter
vorführen. Thatcher stehe im Verdacht, Söldner finanziell
zu unterstützen, die einen Staatsstreich in der westafrikanischen
Republik Äquatorialguinea geplant hätten.
Thatcher werde verdächtigt, im Zusammenhang mit einem
geplanten Staatsstreich gegen den Präsidenten Äquatorialguineas,
Teodoro Obiang Nguema Mbasogo, gegen die südafrikanischen
Anti-Söldner-Gesetze verstoßen zu haben, hieß
es. "Wir haben den Verdacht, dass er ein Finanzier dieses
Putschversuchs ist ... wir suchen nach Unterlagen, die uns
bei unseren Ermittlungen weiter helfen. Wir nehmen die Sache
sehr ernst", sagte der Polizeisprecher.
In einem der spektakulärsten Söldner-Prozesse seit
Jahrzehnten müssen sich in Simbabwe und Äquatorialguinea
48 Angeklagte vor Gericht verantworten. Ein in diesem Fall
angeklagter Südafrikaner sagte am Mittwoch vor Gericht
aus, dass es geschäftliche Treffen mit Thatcher gegeben
habe. Das zwischen Kamerun und Gabun gelegene Äquatorialguinea
verfügt über reiche Erdölvorkommen.
Mark Thatcher lebt seit 1996 in Südafrika. In den vergangenen
Jahren hatte es immer wieder Gerüchte darüber gegeben,
wie er seinen luxuriösen Lebenswandel finanziert.
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