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14.10.2004 - Devisen: Zentralbank Südafrika
Die Analysten der Commerzbank Securities kommentieren in ihrer
aktuellen Studie "TagesInfo Devisen" die Zinspolitik
der südafrikanischen Zentralbank.
Vor einer Woche habe noch knapp die Hälfte der von Reuters
befragten Analysten eine Zinssenkung der südafrikanischen
Zentralbank am heutigen Tag erwartet. In einer Bloomberg-Umfrage
in dieser Woche habe sich nur noch einer von 15 Befragten
für eine Zinssenkung ausgesprochen. Ausschlaggebend für
den plötzlichen Stimmungsumschwung dürften Kommentare
von Zentralbankchef Mboweni gewesen sein, der sich besorgt
über die möglichen Folgen der hohen Ölpreise
und über die starke private Verschuldung geäußert
habe. Die Warnung Mboweni’s vor einer Blase am Immobilienmarkt
sei wenige Tage später durch den kräftigsten Anstieg
der Immobilienpreise seit 23 Jahren untermauert worden.
Eine Zinssenkung käme nun ähnlich überraschend
wie vor zwei Monaten. Damals habe der Rand in der Folge innerhalb
eines Tages vier Prozent nachgegeben. Dass der Rand auf eine
Bestätigung der Leitzinsen mit Kursgewinnen reagiere,
sei derweil unwahrscheinlich. Dazu müssten im Begleitkommentar
Zinserhöhungen angekündigt werden. Die äußerst
moderaten Inflationsdaten würden dafür allerdings
keinen Anlass geben.
Die Inflationsrate sei im August auf ein Rekordtief von 3,7
Prozent gesunken und liege seit einem Jahr innerhalb des Zielbandes
von 3 bis 6 Prozent. Auch bei den Erzeugerpreisen sei trotz
des kräftigen Anstiegs der Energiepreise vor allem dank
des festen Rand kein nennenswerter Preisdruck auszumachen.
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